Home | Kontakt | AGB | Impressum | Sitemap | Thomas Ritter Reisen auf facebook |

Thomas Ritter Reisen
telefon

Thomas RitterThomas Ritter und das Team von Thomas Ritter Reiseservice freut sich auf Ihren Anruf und Ihre Reisebuchung.
Hotline +49 (0) 35206 23399

Komm mit und schau; so schön ist unsere Welt!
Dem, der mit offenen Augen reist, schenkt sie ihren Zauber.
Ihm öffnet sie den Horizont,
ihn lässt sie im Kleinen
das Große entdecken,
im Fremden das Bekannte,
im Alltäglichen das Wunder.
Komm mit und schau!
                    
(Autor unbekannt)

reisethemen
reiselaender
buchung

Sie wollen allein, zu zweit oder mit Freunden die Welt entdecken? Gern berate ich Sie ausführlich zu meinen Reisen, unterbreite Ihnen ein Angebot für Ihre individuelle Reise und sende Ihnen detaillierte Reisebeschreibungen zu. Fragen zu Reisebuchung und -versicherung beantworte ich Ihnen gern.

Thomas Ritter Reiseservice
Rundteil 14 OT Possendorf
D-01728 Bannewitz

Telefon +49 (0) 35206 23399
Telefax +49 (0) 35206 23399
Mobil 0172 351 68 49
Email
ritterreisen@aol.com

service
lesetipp

Die Zukunftsformel - Das Geheimnis der Palmblattbibliothek von Bali

Anders als im Westen sind in hinduistischen Kulturen wie Indien oder auf der indonesischen Insel Bali Wissenschaft und Religion keine ausgeprägten Gegensätze. Sie werden vielmehr als zwei verschiedene, einander ergänzende Wege auf der Suche nach Wahrheit und Erkenntnis angesehen. In der hinduistischen Wissenschaft hängt das Verständnis der äußeren Wirklichkeit untrennbar vom Verständnis des Göttlichen ab.

Ganz besonders gilt das hier Gesagte für Systeme, die im Westen als „Pseudowissenschaft“ oder noch schärfer formuliert „Aberglauben“ abgetan werden. Dieser Verachtung durch die Schulwissenschaft sind neben zahlreichen alternativen Heilverfahren - als umstrittenstes Beispiel sei nur die Geistheilung erwähnt - auch die vielfältigen Möglichkeiten einer mehr oder minder exakten Deutung der individuellen oder kollektiven Zukunft anheim gefallen. Die Astrologie etwa ist im Abendland trotz zahlreicher zutreffender Vorhersagen immer noch eine vielfach bespöttelte Außenseiterdisziplin. In Indien oder auf Bali dagegen wird die Zukunftsdeutung nach wissenschaftlich anmutenden Kriterien betrieben. Ein Horoskop zeigt nach Auffassung der Jyotir -Astrologen bei entsprechender Berechnung mit exakter Genauigkeit die Verteilung der Wirklichkeitsbausteine an, aus denen sich das Leben eines jeden Menschen im einzelnen zusammensetzt. Das Horoskop läßt also sichtbar werden, welche dieser „Bausteine“ etwa in Form von Talenten, Neigungen und Veranlagungen mit in das Leben gebracht werden, und welche es noch durch entsprechende Erfahrungen noch zu erwerben gilt. Es zeigt sogar die Art und Weise des Handelns oder Geschehens an, das die noch ausstehenden Erfahrungen erst ermöglicht. In einem solchen Horoskop sind Ausgangspunkt und Finalität eines Lebens vereint. Das Horoskop, welches für den Zeitpunkt der Geburt eines Menschen erstellt wird, beinhaltet aus der Sicht der Jyotir-Veda also die „Lebensformel“ der betreffenden Person.

Jedoch bildet das Horoskop nicht die einzige Variante der Zukunftsschau. Es gibt noch andere Möglichkeiten, deren wohl vollkommenste und auch spektakulärste ausschließlich von Hindus in Indien und Bali praktiziert wird - in den geheimnisumwobenen Palmblattbibliotheken. Die Urschriften der dort aufbewahrten Palmblätter wurden von einer Gruppe mythologischer Wesen, den Rishis, verfaßt, die etwa 5000 v. Chr. gelebt haben sollen. Der Überlieferung zufolge nutzten die Rishis ihre aussergewoehnlichen spirituellen Fähigkeiten dazu, aus der Akasha-Chronik, einem auch als „Weltgedächtnis“ bezeichneten, kosmischen Informationsfeld, die Lebensläufe von mehreren Millionen Menschen zu lesen, und sie schriftlich auf den getrockneten Blättern der Stech- oder Lontarpalme zu fixieren. Das gesamte Leben dieser Menschen, von der Geburt bis zum genauen Zeitpunkt ihres Todes, wurde auf den Palmblättern in Devanageri - einer Sprache, die heutzutage nur noch wenige Eingeweihte beherrschen - in eng geschriebenen Zeichen eingeritzt. Ein solches Palmblatt überdauert im Normalfall etwa 800 Jahre. Wenn es alt und brüchig geworden ist, wird eine Abschrift des Textes auf einem neuen Palmblatt angefertigt. Von der einstigen Urschrift sollen zwölf Kopien existieren, die in ebenso vielen Bibliotheken bewahrt werden. Etwa 10 Prozent der Palmblätter sollen Informationen über das Schicksal von Nicht-Hindus enthalten. Jeder, der erfahren möchte, was das Schicksal für ihn bereithält, muß sich aber selbst auf eine Reise zu den Palmblattbibliotheken begeben.

Im August 1993 besuchte ich deshalb zum ersten Mal den indischen Subkontinent. Da sich die mir damals bekannten Palmblattbibliotheken in Südindien befinden, hatte ich Madras, das heutige Chennai im Bundessat Tamil Nadu, als Ausgangsort meiner Exkursionen gewählt. Ich hoffte, recht bald in die Palmblattbibliothek des Nadi-Readers Sri Rami Gurup vordringen zu können. In der Palmblattbibliothek stellte sich dann zunächst einmal heraus, daß Sri Rami Gurup nicht mehr unter dem Lebenden weilte. Doch sein Nachfolger R.V. Ramani beherrschte die Kunst des Nadi-Readings ebenso perfekt, wie mir dies von seinem Vorgänger berichtet worden war. Das Nadi-Reading, welches er für mich abhielt, dauerte etwa 50 Minuten. Die Basis des Nadi-Readings ist die Lehre vom Shuka-Nadi. Dabei steht "Shuka" für göttliche Weisheit und "Nadi" für einen bestimmten Augenblick der Zeit. Diese Lehre beruht auf der Wahrnehmung von Vergangenheit und Zukunft jenseits unseres herkömmlichen Raum-Zeit-Begriffes. Darauf aufbauend, soll das Shuka-Nadi eine lebensberatende Funktion ausfüllen. In der Palmblattbibliothek von Mr. Ramani, die in ihrem Ursprung auf den Rishi Kakabujanda zurückgehen soll, lief das Nadi-Reading nach einem bestimmten Ritual ab. Als Ratsuchender gibt man zunächst seinen vollständigen Namen und sein Geburtsdatum an. Das Orakelhafte der Zeremonie beginnt, wenn der Besucher neun polierte Muscheln über einem Mandala werfen muß, daß in einen kleinen Teppich gestickt ist. Danach sucht der Nadi-Reader jene Muscheln heraus, die im Zentrum des Mandalas liegen und deren Oeffnung nach oben zeigt. Ihre Zahl, verbunden mit den bereits genannten Daten, bildet die Information für das Auffinden des persönlichen Palmblattes unter Tausenden von Palmblattmanuskripten. Sri Ramani gelang es in relativ kurzer Zeit ( ca. 5 - 7 Minuten), "mein" persönliches Palmblatt herauszusuchen. Danach uebersetzte er den Text des Palmblattmanuskriptes schriftlich ins Englische.

Das Palmblatt enthielt Informationen und genaue Daten über meine Vergangenheit, teilweise sogar aus früheren Inkarnationen (!), ebenso wie eine detaillierte Beschreibung meines kuenftigen Lebesn, bis hin zum genauen Todestag sowie Aussagen über sehr persönliche, ja intime Angelegenheiten, welche, soweit sie die Vergangenheit betrafen, auch überprüfbar waren und der Wahrheit entsprachen. Nach der Zeremonie in Madras war ich von der Echtheit des Nadi-Readings zumindest in diesem Fall überzeugt. Ich hatte den Aufenthalt in dieser Palmblattbibliothek mit zahlreichen Fotos dokumentiert, hatte Tonbandmittschnitte angefertigt und war im Besitz der englischen Übersetzungen meines Palmblattes. Doch genügte das als Beweis? Ich glaubte dem Nadi-Reading des Sri Ramani. Wer würde mir glauben? Es gab nur einen Beweis - das Palmblatt selbst. Und so wagte ich das Unmögliche. Ich bat den Nadi-Reader um mein Palmblatt; bat darum, es mitnehmen zu dürfen nach Europa. Solch einer Bitte war meines Wissens noch niemals stattgegeben wurden. Doch das Unglaubliche geschah. Sri Ramani öffnete erneut die zu Bündeln zusammengeschnürten Palmblattmanuskripte, entnahm ihnen jenes Palmblatt, welches mein Schicksal enthielt und übergab mir dieses für mich unschätzbar wertvolle Manuskript. Die Fotokopien dieses Textes wurden inzwischen von führenden Spezialisten Europas für alttamilische Philologie analysiert. Ihre Übersetzung gestaltete sich jedoch bei weitem langwieriger und komplizierter als ich angenommen hatte. Sie nahm mehr als zwei Jahre in Anspruch. Dennoch wurde mir im Ergebnis mitgeteilt, daß es sich bei dem Manuskript tatsächlich um meinen Lebenslauf und nicht etwa um einen beliebigen religiösen Text handelt. Ferner nahm das Kernforschungszentrum Rossendorf in Sachsen unabhängig von den Ergebnissen der Übersetzung eine Altersbestimmung des Palmblattes mittels der C-14-Methode vor. Diese Analyse ergab, daß das untersuchte Palmblatt älter als 350 Jahre ist. Mit aller gebotenen Vorsicht möchte ich dies als einen Beweis dafür werten, daß zumindest vor 350 Jahren jemand meinen Lebenslauf jedenfalls insoweit kannte, als er ihn von einem älteren Manuskript kopierte.

Trotz meines Erfolges in Madras blieb ich damals jedoch skeptisch. Um den Wahrheitsgehalt des Nadi-Readings zu überprüfen, besuchte ich in den Jahren 1995 bis 2001 insgesamt 6 weitere Palmblattbibliotheken in Indien. Darunter befanden sich die Sammlungen von Gunjur Sachidananda Murthy in Bangalore, Sri Balasubramaniam in Kanchipuram und von Guru Poosamuthu in Vaithisvarankoil. Dabei erfuhr ich weitere Einzelheiten ueber Herkunft und Geschichte der Schicksalsbibliotheken, die ich 2001 und 2006 in zwei Buechern veroeffentlichte.

So unterschiedlich die in den einzelnen Bibliotheken praktizierten Rituale zum Auffinden der Palmblätter auch immer sein mögen - inhaltlich sind die Lebensläufe äußerst präzise. Seit meinem ersten Besuch in einer indischen Palmblattbibliothek sind inzwischen 15 Jahre vergangen. Soweit dieser Zeitraum von den Vorhersagen betroffen war, konnte ich feststellen, das all das, was mir mein Palmblattmanuskript vorausgesagt hatte, auch praezise eintraf. Es war von einer bedeutenden Veränderung in meinem Leben die Rede, einer Hinwendung zu geistigen Werten, und der Möglichkeit, meine Leidenschaften – das Schreiben und das „magische Reisen“ – zu meinem Beruf zu machen. All dies war mir vorhergesagt, und dennoch war ich wohl am überraschtesten, als es einfach geschah. Voraussagen zu hören und ihnen zu glauben, das sind eben zwei sehr verschiedene Dinge. Doch dies ist wohl gerade Sinn und Zweck der Palmblattbibliotheken, bestimmten Menschen zu bestimmten Zeiten die Aufgaben zu zeigen, welche sie in ihrem Leben erfüllen sollen. Dies beinhaltet jedoch auch die Vorbereitung auf Ereignisse, die von den Betroffenen als schmerzlich empfunden werden. So wurde mir beispielweise der Tod meines Großvaters im Oktober des Jahres 1996 exakt vorausgesagt, ebenso wie das Scheitern meiner Ehe im Jahr 1999.

Infolge meiner Erfahrungen in Indien glaubte ich, dass das Phaenomen der Palmblattlesungen ausschliesslich auf den Subkontinent beschraenkt sei. Im November 2006 erhielt ich von einem guten Bekannten, dem Verleger Peter Rump, die Information, dass sich zumindest eine Schicksalsbibliothek auch auf der indonesischen Insel Bali befinden solle. Dies weckte mein Interesse, da es sich nach meinen Recherchen bei den sagenumwobenen Rishis hoechstwahrscheinlich um die Ueberlebenden der Priesterkaste des infolge einer kosmisch bedingten Naturkatastrophe versunkenen mythischen Kontinents „Mu“ handelte. Dieser Kontinent soll nach den Recherchen der Forscher James Churchward und Robert Niven die Urheimat und allererste Hochkultur der menschlichen Rasse gewesen sein. Die beiden Wissenschaftler lokalisierten den „verlorenen Kontoinent“ im Gebiet des heutigen Pazifik. Wenn die Rishis also den Untergang ihrer Heimat ueberlebten, und es ihnen gelang, Indien zu erreichen, dann bestand die Moeglichkeit, dass sie auf ihrem Weg auch Bali besucht und dort ihr Wissen hinterlassen hatten.

Um die Schicksalsbibliothek von Bali zu finden, reiste ich im April 2007 gemeinsam mit Peter Rump und einigen weiteren Begleitern nach Bali. Von unserem Domizil im Dorf Penestan bei Ubud aus unternahmen wir Erkundungstouren ueber die Insel. Mit Hilfe von Peters balinesischem Freund I Wayan Kasta gelang es uns nach einigen Tagen tatsaechlich, einen Termin fuer die Schicksalslesungen in der Bibliothek von Gyanjar in Ostbali zu erhalten. Dort stellten wir zu unserer Ueberraschung fest, dass der Pedanda* nicht mehr von antiken Palmblaettern liest. Er benutzt fuer seine Lesungen handgeschiebene Folianten, welche die jeweiligen Informationen enthalten. Das komplizierte Herstellen von Palmblattmanuskripten ist auf Bali inzwischen auch eine aussterbende Kunst, insbesondere seit der verhaengnisvollen Eroberung der Insel durch die Hollaender Ende des 19. Jahrhunderts. Den Massakern der Eroberer fielen vor allem die balinesischen Eliten zum Opfer. Mit ihnen starben auch grosse Teile des alten Wissens. Lediglich in dem von Bali Aga** bewohnten Dorf Tenganan hat die Kunst der Anfertigung von Palmblattmanuskripten bis auf den heutigen Tag ueberdauert. Inzwischen beherrscht jedoch die Massenproduktion von Kalendern als Touristensouvenirs das Tagesgeschaeft der einheimischen Handwerker. Aus diesen Gruenden entschloss sich bereits der Grossvater des heutigen Pedanda, die Abschriften der alten Manuskripte handschriftlich in robusten, ledergebundenen Folianten niederzulegen. Sein Enkel ist heute immer noch mit dem Abschreiben des Bestandes der Bibliothek befasst. Dies vermittelt eine bescheidene Vorstellung vom Umfang der Sammlung des Ida Pedanda Gd. Pt. Ngenjung.

Für das Auffinden der Information genügen hier die Angabe von Namen und Geburtsdatum. Die Information wird danach dem Besucher vorgelesen. Pedanda Ngenjung traegt dabei den Text zunaechst auf Balinesisch vor. Vorher muss er die Information aus dem Alt-Javanischen, das in seinem Ursprung dem Alt-Tamil Suedindiens verwandt ist, in das heutige Balinesisch uebersetzen. Unser Dolmetscher Wayan Kasta schreibt die Uebersetzung auf Balinesisch mit. Danach uebertraegt er Text muendlich ins Englische. Es ist dem Klienten freigestellt, die für ihn wichtigen Punkte selbst zu notieren oder das Lontar-Reading auf Kassette oder mittels Videokamera aufzuzeichnen. Die Lesung untergliedert sich in mehrere Punkte. Nach einer Einleitung, in welcher die astrologischen Daten des Klienten unter Verwendung des balinesischen „Wuku“-Kalenders*** dargelegt werden, berichtet Pedanda Gd. Pt. Ngenjung anhand des Textes zunächst von der Vergangenheit seines Klienten in diesem Leben. Die mitgeteilten Fakten koennen durch Rückfragen überprüft werden. Danach folgt die Schilderung charakterlicher Eigenschaften ebenso wie von Talenten und Fähigkeiten des Klienten. Daraus leiten sich entsprechende Aufgaben ab, welche für die Gestaltung der Zukunft des Ratsuchenden wichtig sind. Das künftige Leben des Klienten wird in Abschnitten von jeweils 6 Jahren bis hin zum genauen Todestag geschildert und erläutert. Dabei symbolisieren Zahlen den Einfluss, dem das Leben des Klienten in den betreffenden Zeitraeumen unterliegt. Die Ziffern 0 und 1 stehen fuer Kontinuitaet auf einem niedrigen Niveau, waehrend die Ziffer 7 als hoechste verwendete Zahl die Erfuellung der Lebensaufgabe ebenso wie Glueck, Gesundheit und Wohlstand verheisst. Sie steht fuer die „Geschenke der Goetter“. Dieser Abschnitt des Lontar-Readings dient vor allem dazu, noch unbewußte, brachliegende Fähigkeiten, die bereits in früheren Leben erworben wurden, für die Aufgaben in dieser Inkarnation nutzbar zu machen. Ein weiteres Kapitel des Nadi-Readings ist der gesundheitlichen Verfassung des Klienten sowohl in psychischer als auch in physischer Hinsicht gewidmet. Hier werden auch die Gegenmittel, etwa in Form bestimmter Meditationstechniken oder klassischer balinesischer Kraeutermedizin zur Behebung bestehender oder künftig auftretender gesundheitlicher Probleme genannt. Danach wird noch einmal gesondert die Thematik Partnerschaft und Familie mit allen positiven und auch weniger günstigen Aspekten besprochen. Zum Abschluß des Nadi-Readings erhält jeder Klient ganz persönliche Vorschlaege fuer Opferzeremonien oder andere Handlungen, welche dazu bestimmt sind, bestehende Probleme aufzuloesen, und kuenftig moegliche negative Einfluesse zu neutralisieren. Das Lontar-Reading von Gyanjar ist recht umfangreich und dauert pro Person mindestens eine Stunde.

Die Informationen meiner Lesungen in den indischen Bibliotheken und der Lontarbibliothek von Bali stimmen in ihrem Aussagen nicht nur überein, sondern korrespondieren miteinander, so daß die Aussagen der Lesungen in Indien jene von Bali ergänzen und umgekehrt. Die Lontarbibliothek von Gyanjar befindet sich schon geraume Zeit im Besitz der Familie Ngenjung. In ihrem Ursprung soll sie jedoch auf den Rishi Agasthya zurückgehen.

Die Präzision der Aussagen von Palmblatt- und Lontar-Lesern vermag manchen zu dem naheliegenden Schluß verleiten, seine Zukunft sei weitgehend vorherbestimmt. Jedoch hat die Akasha-Chronik, welche in ihrer Eigenschaft als Weltgedächtnis den eigentlichen Grund für jegliche Zukunftsdeutung liefert, nicht ausschließlich deskriptiven Charakter. Sie gleicht vielmehr einer Art von virtuellem Speicher, der ständig Dinge und Ereignisse aufnimmt, die initialisiert oder verändert werden. Die Akasha-Chronik schreibt also den Ablauf der Ereignisse nicht unausweichlich vor. Es ist vielmehr möglich, mit ihr und den Voraussagen aktiv zu arbeiten. Die Zukunftsdeutungen sind ebenso wie die Akasha-Chronik selbst Hilfsmittel zur Klärung von Ursachen, die in der Vergangenheit liegen und sich in der Gegenwart auswirken oder sich erst noch möglicherweise in der Zukunft auswirken werden.

Die eigene Zukunft mittels einer Palmblattlesung oder eines Lontar-Readings zu kennen, bedeutet aber gleichzeitig auch, diese Zukunft beeinflussen zu können. Wenn es so etwas wie ein Geheimnis der Schicksalsbibliotheken gibt, dann ist es dies: Die Informationen aus den Palmblattmanuskripten und den Lontar-Texten sind Beschreibungen unseres Lebens. Leben müssen wir unser Leben aber selbst jeden Tag aufs Neue. So schreiben wir schließlich das Buch unseres Schicksals.

Sanur / Bali / Indonesien, April 2008
Thomas Ritter

Begriffserklaerungen

* Pedanda:
So werden auf Bali die Angehoerigen der Priesterkaste genannt, denen allein das Lesen der alten, heiligen Texte vorbehalten ist. Lesungen poetischer Texte, die auf den alten indischen Epen Mahabharatha und Ramayana basieren, sind unverzichtbarer Bestandteil von Tempelfesten und Totenritualen. Dabei wird bis heute zu diesen Anlaessen asschliesslich von Palmblattmanuskripten gelesen. Eine Lesung der heiligen Texte von Manuskripten aus Papier gilt als schweres Sakrileg.

** Bali Aga:
Woertlich fuer „die alten Balinesen“. Damit ist eine Volksgruppe gemeint, die sich der Einfuehrung des Hinduismus und insbesondere des Kastensystems hinduistischer Praegung im 12. und 13. Jahrhundert widersetzten. Sie pflegen bis heute ihre eigenen Rituale und Gebraeuche, die sich von denen der uebrigen Balinesen unterscheiden. Die Bali Aga sind in verschiedenen Regionen der Insel beheimatet, so im Dorf Trunyan am Batur-See und in Tenganan. Tenganan gilt als reichster und maechtigster Ort der Bali Aga. Seine Einwohner sind als geschaeftstuechtige Kaufleute bekannt. 

***Wuku Kalender
Traditioneller balinesischer Kalender, der sich am Mondjahr orientiert.

Verwendete Literatur

Risi, Armin: Gott und die Götter, Govinda-Verlag, Zürich, 1996
Ritter, Thomas: Das Geheimnis indischer Palmblattbibliotheken, Bohmeier Verlag, Lübeck, 2002
Ritter, Thomas: Die Palmblattbibliotheken und ihre Prophezeiungen zur Zukunft Europas, Kopp Verlag, Rottenburg, 2006
Rump, Peter, Urban, Gunda: Bali und Lombok, Reisefuehrer, Bielefeld, 2001
Suryanarain Rao, Prof. B.: The Astrological Self Instructor, 12th edition, The Astrological Office, Bangalore, 1959
Waterstone, Richard: Living Wisdom India, Duncan Baird Publishers, London, 1995

nach oben


Prophezeiungen der Palmblattbibliotheken
Palmblattbibliotheken
Palmblattbibliothek auf Bali
2012 | Kristallschädel

Tempelbibliothek von Mu
Etrusker | Katharer
Kinderkreuzzüge
Mythos Agartha

AGB
Kontakt
Impressum
Links | Gästebuch

 

Katalog bestellen
Newsletter bestellen